Energiedaten
Energie- und Treibhausgasbilanz für das Oberallgäu
In einer kommunalen Energie- und Treibhausgasbilanz werden die Energieverbräuche sowie die daraus resultierenden Emissionen klimaschädlicher Gase (z.B. Kohlendioxid) für das Gebiet einer Kommune (z.B. Stadt oder Landkreis) innerhalb eines definierten Zeitraums systematisch erfasst und dargestellt. Die Bilanz dient dazu, die Wirksamkeit und den Erfolg kommunaler Klimaschutzmaßnahmen zu bewerten.
Der Landkreis Oberallgäu wurde bereits in einer "Energie- und Treibhausgasbilanz 2019" für die Jahre 2013 bis 2019 bilanziert. Im Jahr 2024 wurde diese Bilanzierung für die Jahre 2020 bis 20231 fortgeschrieben – wieder gemäß der Bilanzierungs-Systematik Kommunal (BISKO).
Die beiden Energie- und Treibhausgasbilanzen für den Landkreis Oberallgäu stehen hier als Download zur Verfügung:
Der Landkreis Oberallgäu wurde bereits in einer "Energie- und Treibhausgasbilanz 2019" für die Jahre 2013 bis 2019 bilanziert. Im Jahr 2024 wurde diese Bilanzierung für die Jahre 2020 bis 20231 fortgeschrieben – wieder gemäß der Bilanzierungs-Systematik Kommunal (BISKO).
Die beiden Energie- und Treibhausgasbilanzen für den Landkreis Oberallgäu stehen hier als Download zur Verfügung:
Wichtige Kennzahlen und Diagramme der aktuellen Treibhausgasbilanz:
Stromproduktion und -verbrauch 2020-2024
Aus nebenstehender Abbildung wird ersichtlich, dass der Stromverbrauch im Oberallgäu noch deutlich über der Stromproduktion liegt.
Einer Stromproduktion von etwa 420.819 Megawattstunden steht ein Verbrauch in Höhe von 685.752 Megawattstunden im Jahr 2024 gegenüber. Somit können über 61 Prozent des Bedarfs mittlerweile im Landkreis erzeugt werden. Im Jahr 2020 waren es lediglich 53 Prozent.
Es kann über den Bilanzzeitraum von 2020 bis 2024 also ein durchschnittlicher Zuwachs der Bedarfsdeckung um 2 Prozent pro Jahr beobachtet werden. Im Zeitraum der Vorbilanz (2013 bis 2020) waren es lediglich 1,57 Prozent. Die beschleunigte Bedarfsdeckung ist ein Resultat aus niedrigerem Verbrauch aus den Netzen (höherer Eigenverbrauch bei Dach-PV Anlagen) und gesteigertem Zubau, vor allem im Bereich Photovoltaik.

Wärmeenergieverbrauch nach Sektoren über den Bilanzzeitraum 2020 – 2023 in MWh
Wärmeenergieverbrauch nach Sektoren 2020-2023
Die im Oberallgäu zum Heizen aufgewendete Energie ist seit 2021 deutlich rückläufig. 2023 wurde Wärmeenergie im Umfang von 1.752.599 MWh erzeugt, das sind sieben Prozent weniger als 2020 und 13,5 Prozent weniger als im Jahr 2021.
Durch die stärker werdende Nutzung von elektrisch betriebenen Wärmepumpen wird aber auch hier die Bilanzierung unsicherer, da der dafür genutzte Strom nicht immer als solcher ausgewiesen wird und ebenfalls vor Ort über Dach-PV Anlagen produziert worden sein kann. Dadurch werden Wärmepumpen in dieser Bilanz nicht direkt abgebildet.
Wie auch beim Stromverbrauch kann der Wärmeverbrauch auch aufgeteilt auf die verschiedenen Sektoren Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD), Industrie, private Haushalte und kommunale Einrichtungen dargestellt werden.
Der Wärmeenergieverbrauch ist vor allem in den Bereichen der privaten Haushalte als auch in der Industrie rückläufig. Dementsprechend steigt der relative Anteil des Sektors Gewerbe, Handel, Dienstleistungen am Gesamtwärmeverbrauch im Oberallgäu.

Relativer Anteil der Verkehrsmittel am Energieverbrauch im Sektor Verkehr
Verkehr
Der Energieverbrauch im Verkehrssektor sinkt im Oberallgäu nicht, wie Tabelle 8 zeigt. Ein Vergleich ist hier jedoch schwierig, da die Jahre 2020 und 2021 durch die Covid-19 Pandemie und die entsprechenden Lockdowns, die in Bayern teilweise besonders scharf angewandt wurden, geprägt waren. Wird 2019 als letztes präpandemisches Jahr herangezogen, so ist eine Endenergieeinsparung von etwa neun Prozent gegenüber einem Energieaufwand von 1.673.330 MWh zu verzeichnen. 70 Prozent der Endenergie werden dabei von PKW verbraucht (vgl. Abb. 9), gefolgt von knapp 20 Prozent von Lastkraftwagen. Der öffentliche Personenverkehr benötigt unter fünf Prozent der im Sektor Verkehr aufgewendeten Endenergie.
Energienutzungsplan Freiflächen-PV-Potential im Landkreis Oberallgäu
Der Landkreis Oberallgäu hat im Jahr 2021 im Rahmen einer durch den Freistaat Bayern geförderten Studie das Flächenpotential für Photovoltaik - Freiflächenanlagen (FFA) untersuchen lassen.
Oberallgäuer Kommunen, die sich für die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaik interessieren oder Interessenbekundungen durch externe Stellen vorliegen haben, soll mit den ermittelten Potentialflächen ein erstes Planungsinstrument zur Verfügung gestellt werden.
Den Energienutzungsplan zur GIS-basierten Analyse des Freiflächen-PV-Potentials im Landkreis Oberallgäu können Sie hier einsehen und herunterladen:




